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Länderspielpause

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Die Länderspielpause meint eine Clubfussballpause. Und damit den Raum, in welchem Supporter und Spieler jenseits aller Verträge für ihr Land fiebern und spielen. Und das wörtlich. Mehr oder weniger.

Von wegen Pause: Intensive Tage sind das – für alle drei DACH-Verbände

Die Zeit bis Mitte nächster Woche hat tatsächlich einen eigenen Takt. Doch der Titel ist dennoch irreführend. Wir Fans atmen inmitten der Entscheidungen in den Clubmeisterschaften durch, holen aber gleichzeitig auch schon wieder tief Luft: Es stehen eigentlich für alle für die WM qualifizierten Nationen zwei Testländerspiele an. Die einzigen Standortbestimmungen, bevor dann die Kadernominierungen bekannt gegeben werden müssen. Und die DACH Länder Deutschland, Österreich, Schweiz sind erstmals in diesem Jahrtausend alle drei qualifiziert. Ein Grund mehr, kurz darüber zu philosophieren, was denn für Fussballer und Supporter Länderspiele und Länderturniere bedeuten, immer bedeutet haben und weiter bedeuten.

Fussball ist DER Weltsport. Es wird wirklich überall, tatsächlich auf der ganzen Welt, gespielt und verfolgt. Kein anderes Sportereignis bekommt die gleiche Aufmerksamkeit wie die alle vier Jahre stattfindende Weltmeisterschaft.

Mein Verein und mein Land

Wir haben Lieblingsclubs, deren Geschick wir verfolgen. Den Herzensverein zu wechseln, ist aber ganz Vielen von uns nicht möglich. Geht einfach nicht. Die Anbindung ist mit der Muttermilch eingesogen worden. Und dennoch jubeln und schimpfen wir über den Verein anders als über die Nationalmannschaft. Du bist und bleibst Deutscher, Österreicher oder Schweizer. Und selbst wenn du die Staatszugehörigkeit wechselst – ein Deutscher, der in der Schweiz lebt, fiebert weiter mit Deutschland mit oder wünscht die Mannschaft immer noch ins Pfefferland, wenn er es zuvor schon getan hat, und empfindet daneben auch ehrliche Sympathie für seine neue Heimat. In jedem Fall aber sind die Auftritte der Nationalmannschaft eine Angelegenheit, welche uns vor die Bildschirme bringt und an die Stammtische, wo dreiundachtzig Millionen Bundestrainer, neun Millionen Nati-Trainer und neun Millionen Teamchefs Aufgebote, Aufstellungen und Leistungen diskutieren und darüber hadern, zetern oder jubeln.

Das Brustgefühl soll ein besonderes Teamgefühl bewirken

Auch für WM-Titel werden Prämien , für Teilnahmen Entschädigungen gezahlt. Aber das Geld tritt hinter das Emblem auf der Brust, hinter das „Brustgefühl“ zurück. Du willst für dein Land spielen und gewinnen. In diesem gemeinsamen Bestreben und Erleben werden Emotionen frei, die in dieser Form einzigartig sind. Zu den Besten deines Landes im grössten Sport der Welt zu gehören und das auch beweisen zu können, ist eine Befriedigung, die kein Profi-Sport, keine Rekordbörse, kein statistischer Rekord aus sich heraus bieten kann. So einfach ist es aber nicht für alle. So mancher erwägt einen Nationenwechsel, wenn ihm ein Aufgebot im Zweitland winkt, dessen Pass er auch besitzt. Urteilen darüber will ich nicht. Weil ich ganz anders reagiere, wenn sich jemand gegen „mein Land“ entscheidet, als wenn er „zu uns“ kommt. Die Fussballbühne stösst auch da Prozesse an, und Integration bekommt eine eigene Deutung.

Auch die Herausforderung, als Gruppe erfolgreich zu sein, ist eine andere als im Club. Die Spieler lassen das Tagesgeschäft hinter sich, knüpfen im Idealfall an der guten Erinnerung beim letzten Zusammenzug an und werden zu einer Einheit. Der Coaching Staff ist wenn möglich gerade darin gut, die Gruppe so zu führen, dass diese Prozesse unterstützt werden. Schon im aktuellen Zusammenzug kann darauf hin gearbeitet werden.

27.3.2026 20h45 Basel, St. Jakob-Park: Schweiz – Deutschland

Im Schweizer Kader stehen acht Bundesligalegionäre aus acht verschiedenen Vereinen.
Deutschland hat auch Talente dabei, wie Urbig und Lennart Karl, die bereits für kommende Turniere die Nationalmannschaftsluft einatmen sollen. Und auch Rüdiger ist nominiert, der von seiner Knieverletzung genesen ist und schon wieder reichlich für Gesprächsstoff sorgt.

27.3.2026 20h45 Ernst-Happel-Stadion Wien: Österreich – Ghana

Vor wenigen Tagen erst gab die FIFA grünes Licht für den Verbandswechsel von Wanner (PSV Eindhoven) und Chukwuemeka (Borussia Dortmund). Und sie sind auch beide gleich dabei. Im 28-Mann-Kader für diese beiden Testspiele stehen nicht weniger als 15(!) Spieler aus der Bundesliga.

30.03.2026, 20:45 Uhr: Deutschland – Ghana, MHPArena, Stuttgart

Österreich und Deutschland spielen damit gegen den gleichen Gegner. Durchaus interessante Quervergleiche dürften angestellt werden.

31.3.2026 20h45 Ernst-Happel-Stadion Wien: Österreich – Südkorea

Die Österreicher spielen zweimal im zum Nationalstadion gewordenen Ernst-Happel-Stadion in Wien – und können damit die Zeit auch zwischen den zwei Spielen ohne Reiseunterbrechungen nutzen.

31.3.2026 18h00 Ulleval-Stadion Oslo: Norwegen – Schweiz

Die Schweizer fliegen in den Norden und testen gegen die Offensiv-Power Norwegens…

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