gewinnen und verlieren
Unser Untertitel ist bewusst gewählt. Die Feststellung, dass beides zum Sport dazu gehört, ist lapidar. Lernen wir alle mehr aus Niederlagen oder Siegen? Es gibt unzählige Erfolgsgeschichten, die darauf gründen, welche Rückschlüsse die Protagonistin aus Brüchen und Rückschlägen gezogen hat. Und nebenbei sagt die Art, wie wir Niederlagen und Siege feiern, auch viel über uns aus.
Wer dabei natürlich bleibt, auch in der heutigen Welt der asozialen Medien mit all den zu fütternden Followern authentisch wirkt, mit dem leiden und freuen wir uns mit. Und die Art, wie eine Niederlage akzeptiert, verarbeitet wird und was Siege bei einem Menschen auslösen, zeigt, dass Sportgrössen eine Vorbildfunktion haben, was sie zusätzlich fordert.
Wettkämpfe wecken Emotionen.
Unsere Faszination für Spitzensport wird massgeblich durch die sichtbar werdenden Emotionen genährt. Das kann der Veranstalter und der Medienpartner geradezu zelebrieren und massiv übers Ziel hinausschiessen – oder aber es ist schlicht mitreissend, das Ereignis mitzuerleben. Mit der Hauptperson – und mit vielen anderen, die es verfolgen und „erleben wie wir“. Doch Sein und Schein liegen nahe bei einander.
Charaktere können sich zeigen, im Zerrbild der Medien aber oft vereinfacht werden, auf schwarz und weiss reduziert, und so haben wir unsere Lieblinge und Feindbilder, und längst nicht immer wird das den Menschen gerecht. Da kann man auch mal eine Gegenfrage stellen, mit Bemerkungen dagegen halten – oder plötzlich auf Reportagen stossen, die ein differenzierteres Bild einer Person zeichnen. Auf solche Beiträge soll hier auch verwiesen werden können:
Die Art, wie verloren oder gewonnen wird, kann das Spiel zu einer Hauptsache machen, die uns auch für uns selbst etwas mitgibt. Oder für unsere Kinder.
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