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Hamilton mit Ferrari auf dem Prüfstand

von Kommentare: 3

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Die Formel 1 erfindet sich gerade mit einer nächsten technischen Revolution neu. Die hat alle Rennställe gezwungen, komplett neue Autos zu bauen. Die Änderungen, mit denen zukünftig fast 50% der Leistung aus elektrischen Komponenten kommt, sind noch grösser als 2014, und die Frage ist, ob Lewis Hamilton erneut profitieren kann?

Gelegenheit, zwölf Jahre zurück zu schauen

2014 wurde der Wechsel von 2,4-Liter-V8-Saugmotoren zu 1,6-Liter-V6-Turbo-Hybridmotoren vollzogen. Die Anwendung der schon damals komplexen Energierückgewinnungssysteme gelang dem Mercedes-AMG Petronas Formula One Team am besten. Mercedes hatte bereits ab 2011 massiv in die Hybridtechnik investiert (im Rennsport…) und hatte beim Motor einen klaren Leistungsvorsprung. Das Resultat: 16 Siege in 19 Rennen im ersten Jahr mit neuer Antriebstechnik und sieben Konstrukteurs-Weltmeistertitel in Folge.

Das Spannendste war in diesen Jahren die zwischendurch immer wieder sichtbare Knatsch zwischen den Fahrern Hamilton und Rosberg – und zwischen Rosberg und dem Team. Bis 2016 die Fesseln fielen und Nico Rosberg Weltmeister werden durfte – um anschliessend umgehend zurückzutreten.

Es wurde langweilig, und dann fast zu spannend…

Hamilton machte weiter und holte 2020 den sechsten Weltmeistertitel mit Mercedes, bevor er gegen Verstappen 2021 im letzten Rennen der Saison auf der letzten Runde den Kürzeren zog (oder nach Rennsportleitungswünschen ziehen sollte Link ?).

Hamilton hat 2025 zu Ferrari gewechselt – doch er hat eine enttäuschende erste Saison hinter sich, in der ihm nicht nur die Konkurrenz enteilte, sondern auch Teamkollege Leclerc.

Gelingt Ferrari und Hamilton wirklich die Auferstehung?

Es gibt Experten (oder Romantiker?), die nach den Testtagen daran glauben. Und es gibt jene, die das nächste technische Meisterstück bei Mercedes vermuten. In jedem Fall aber ist der erste Benchmark für Hamilton der Vergleich mit dem Teamkollegen. Als siebenfacher Weltmeister die Nr. 2 im Team zu sein, das wäre hart. Erst recht mit einem Top-Boliden. Aber vielleicht soll das ja dann auch nicht sein, und Hamilton darf muss fürs Team gewinnen. Luxusprobleme, die sich vielleicht Ferrari wünscht, aber sicher nicht Leclerc.

Kommentare

  1. 14er

    Schade, dass die Ferraris wegen eines kleinen strategischen Fehlers nicht die Überraschung geschafft haben und deshalb nicht vor den Mercedes ins Ziel kamen. Dafür schafft es überraschend ein halber Inder, einen halben Holländer zu ärgern und holt im ersten Rennen schon mal ein paar Punkte mehr als das gesamte Aston Martin Team.
    Abgesehen von den technischen Ausfällen war es an der Spitze schon spannend, als zu Beginn Russel und Leclerc sich nichts schenkten und sich gegenseitig überholt haben. Ferrari hat sicherlich im Rennen positiv überrascht, während Oscar Piastri schon in der Einfahrrunde gemeint hat, dass er sein Auto in die Banden schmeissen muss/soll oder vielleicht auch darf.
    Was Ferrari’s interne „Bevorzugung“ von Leclerc gegenüber Hamilton angeht, habe ich leider noch nichts gehört. Bin sicher, dass Hamilton tobt. Auf alle Fälle macht die neue F1 mehr Spass als in den letzten Jahren.

  2. Charly Uetly

    „Gelingt Ferrari und Hamilton wirklich die Auferstehung?“
    Das erste Rennen im 2026 in Melbourne – mit neuen Motoren-Reglement – ist gelaufen und ja, die Hoffnung besteht, dass es zu einer Auferstehung von Ferrari kommt. Heute zumindest wurde der Sieg zwischen Mercedes und Ferrari ausgemacht.

    Dass Leclerc Dritter vor Hamilton wurde, habe ich mit Wohlwollen gesehen. Persönliche Präferenz, aber auch weil Leclerc mehr zur Renn-Unterhaltung – heute und in den letzten Saisons – beigetragen hat.

    Mit Spannung habe ich auf die Wirkung vom neuen technischen Reglement gewartet und bin angenehm überrascht. Ein gelungener Überholvorgang bedeutet nicht mehr, dass der Überholte“ bereits abgehängt ist sondern mit dem neuen Power-Management, kann relativ schnell alles wieder auf den Kopf gestellt werden.

    Das neue Reglement ist eine Unterhaltungs-Bereicherung für den F1-Fan.
    Mercedes Doppelsieg
    Ferrari auf den Rängen 3 und vier
    Norris im McLaren auf Platz fünf
    Verstappen im Red Bull auf Platz sechs

    Audi lancierte seinen Eintritt in den F1-Rennsport der Neuzeit mit einem respektablen Platz neun mit Bortoleto.

    Die Saison verspricht spannend zu werden. Gut so!

  3. Charly Uetly

    «Ich bin jetzt bei Ferrari neu geboren», jubelt Hamilton nach seinem 203. Podest-Auftritt im 382. Grand Prix seiner F1-Karriere.» In China (Aus den Medien).

    Das war nicht nur eine Erlösung für Hamilton und Ferrari sondern auch für das Motorsport-Land Italien, denn der letzte italienische Grand Prix Sieg datiert aus dem Jahr 2006. Vor zwanzig Jahren hat es Giancarlo Fisichella in Malaysia geschafft.

    Unter normalen Medienzeiten hätten Hamilton und Ferrari mit Platz 3 und Leclerc mit Platz 4, alle Schlagzeilen beherrscht und die Frontseiten im Sport in Italien besetzt! Aber an diesem Tag war die Aufmerksamkeit für Kimi Antonelli noch grösser. «Der 19-jährige Italiener schlug seinen Teamkollegen George Russell, der Zweiter wurde, und wurde damit zum zweitjüngsten Fahrer, der jemals ein Rennen gewonnen hat – nur der vierfache Weltmeister Max Verstappen ist jünger.»

    Die Rivalität zwischen Hamilton & Leclerc war so gross, dass während vielen Runden das Risiko war, dass es zum Team-Crash-Desaster hätte kommen können. «Duell am Abgrund: Ferrari sieht tatenlos zu» schrieb das Motorsport-Magazin dazu.

    Trotz Podestplatz für Hamilton orakelt Blick.ch:

    Für den 8. WM-Titel sitzt Hamilton im falschen Auto.

Kommentare

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