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Wie wertvoll ein Teamgefüge sein kann!

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Teambildung bedeutet, dass sich Spieler finden, sich mit ihren Talenten einer gemeinsamen Spielidee verschreiben und dafür jeden Aufwand zu leisten bereit sind. Idealerweise wächst so ein Team zusammen, das sich auch neben dem Platz gut versteht. Die Schweiz ist hier top, Österreich wächst, und Deutschland sucht – und findet womöglich schon Bausteine.

Die Nationalmannschaften der DACH-Länder Deutschland, Österreich und Schweiz führen gerade vor, wie wertvoll ein gutes Teamgefüge sein kann. Die aktuellen Nations League Spiele unter diesem Aspekt zu verfolgen, ist sehr interessant!

Österreich

Die Österreicher haben an der WM mit dem Last-Second-Ausgleich gegen Algerien zum 3:3 und damit zur Playoff-Qualifikation ein Erlebnis geteilt, das sie nun weiter trägt. Die Erfahrung, dass ein Spiel wirklich erst mit dem Schlusspfiff verloren ist und man zuvor eigene Möglichkeiten hat, das abzuwenden, trägt weiter – und führt dazu, dass der allgemeine Glaube, Spiele zu drehen, grösser wird. So wird man im eigenen Lager auch das 2:2 in Irland – nach 0:2-Rückstand zur Pause – interpretieren. Der Glaube wird noch grösser. Zusammen ist Vieles möglich.

Deutschland

hat die schwierigste Aufgabe. Mit dem maximal ausgeweiteten Casting ist Jürgen Klopp ein grosses Risiko eingegangen, indem er dem fehlenden Team-Glauben eine schockartige Frischzellenkur entgegen setzt: Die Neuen tragen keinen Ballast mit sich herum, und gleichzeitig wissen sie, dass sie nur dann zum grossen Neuanfang gehören können, wenn sie den Verbund mit den Mitspielern bedingungslos suchen. Es hätte zum Krampf werden können, wenn Serbien gestern nicht der Gegner gewesen und plötzlich ganz aktuell Versagensdruck bereits wieder aufgetaucht wäre. Nun wartet das stabile Griechenland, und damit wieder ein wirkliches Team mit viel Talent. Griechenland führt genau das vor, wohin Klopp in einem ersten Schritt kommen will. Das wird interessant. Gleichzeitig ist schon sichtbar, dass es in beiden nominierten Kadern neue Spieler gibt, die weiter ein Thema sein werden. Es wird sehr spannend sein, zu verfolgen, wie die bisher arrivierten Spieler damit umgehen. Spieler wie Pavlovic und Nmecha werden sich selbst weiter befreien.

Schweiz

Sie kennt Störgeräusche nur neben dem Platz. Seit vielen Jahren macht ihr stabiles, resitstentes Teamgefüge so viele Spieler im Mannschaftsverbund stärker. Wenn ich Nationalmannschaften aus Europa spielen sehe, denke ich oft, wenn ich höre, wo die Spieler alle unter Vertrag stehen, dass die mindestens so stark sein müssten wie die Schweizer. Vielleicht gibt es aktuell kein anderes Team in Europa, in welchem in diesem Verbund so viele Spieler über sich hinauswachsen – während auch da Junge nachkommen. Da ist der Prozess ein behutsamer, der Kreis bleibt deutlich kleiner, aber die Alternativen werden auch hier zahlreicher. Und wenn Trainer Yakin betont, wie sehr ihn die Statistik interessiert, wie viele zweite Bälle seine Mannschaft gewinnt, und wie gut sie verlorene Bälle zurück erobert, dann ist die Schweiz mit ihrem taktisch geordneten Verhalten genau dort, wo Klopp auch hinwill. Denn wenn Dir das als Spieler gelingt, dann wächst das Selbstvertrauen weiter – und der Wille, gemeinsam da hin zu kommen – denn das gelingt nur mit Laufbereitschaft, mit dem Ziel, in Ballnähe mehr Spieler zu haben als der Gegner. Auch gegen Slowenien – den Zweiten in der Gruppe, den man morgen schon deutlich distanzieren könnte.

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