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Portugals Zukunft im Fussball...

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… kann wunderbar werden. Warum Ronaldos Tore nicht erst an dieser WM nicht wirklich mehr eine Hilfe für Portugal waren. Es ist Zeit, dass sich die Mannschaft entfalten kann. Die Zukunft wird spannend.

So oft schon tot gesagt

Ronaldo hat auch an dieser WM mit 41 nochmals die Massen bewegt. Und ein letztes Mal die Diskussionen darüber bestimmt, was Portugal mit ihm erreichen kann. Ronaldo ist unbestritten ein Spitzensportler, der auch im fortgeschrittenen Alter eine unfassbare Fitness beweist. CR7 ist eine Marke, welche ihre Glorie auch aus der Tatsache bezieht, dass Ronaldo noch immer auf dem Feld hoch kompetitiv ist. Er lebt die entsprechende Seriösität auch vor und ist in jeder Mannschaft dafür ein Vorbild.

Der Mann der Rekorde

Ich will sie hier nicht alle aufzählen. Das geschieht überall und immer wieder von Neuem, und es ist ganz eindeutig so, dass diese Rekorde ihn antreiben. Und die Medien tun ihm den Gefallen und haben selbst Erfolg damit: Wir alle neigen dazu, einzelne Personen mit Starpotenzial entsprechend zu beachten, also wird gehuldigt. Und natürlich sind die Zahlen auch einzigartig. Und so dürte Ronaldo im Februar dieses Jahres in den asozialen Medien die Marke von einer Milliarde Followern durchbrochen haben, addiert man die Zahlen bei Instagram, Facebook, X und YouTube. Er ist damit der „meistgefolgte“ Mensch auf dem Planeten.

Ronaldo will gewinnen. Aber für wen?

Nachdem er nun auch Eusebios Bestmarke an Toren an Weltmeisterschaften für Portugal durchbrochen hat, melden sich noch lebende Kameraden von Eusebio zu Wort und verbieten sich den Vergleich. Antonio Simões, der damals zur Mannschaft gehörte: «Ronaldo spielt nicht, um zu gewinnen. Er spielt, um der Hauptdarsteller zu sein». Ronaldo in Tränen – wir alle kennen dieses Bild auch von Weltmeisterschaften, und es ist ihm zu glauben, dass er nichts sich so sehr gewünscht hat, wie für Portugal den Weltmeistertitel zu erringen. In dem Wörtchen „für“ steckt wahrscheinlich eine wichtige Wahrheit: Kein anderer Spieler bringt so klar zum Ausdruck, dass er in den Mittelpunkt gehört und dass es von ihm allein abhängt. Er gewinnt für, nicht mit Portugal. Entsprechend unmöglich ist es, ihn auszuwechseln oder auch nur einmal zu schonen. Und so sehen wir auch nach dem Ausscheiden Portugals vor allem Bilder vom tief enttäuschten, traurigen und weinenden Ronaldo. Nicht mal in der Niederlage sind seine Kollegen wirklich sichtbar.

Portugal ohne Ronaldo: Ein Vakuum?

Ronaldo hat durch seine lange Karriere gleich mehrere Spielergenerationen Portugals dominiert. Ihren Respekt hat er immer gehabt, sonst hätte das in der Kabine nie funktioniert. Aber viel zu viele Spieler haben ihre Führungsrollen, die sie in ihren Spitzenvereinen inne haben, an der Tür zur Nationalmannschaft deponieren müssen. Daraus folgt, dass du ganz automatisch auch anders spielst. Das Spiel Portugals mit Ronaldo war in der Anlage recht gut ausrechenbar, und in der Arbeit gegen den Ball unausgewogen – weil einer dabei kaum mitgeholfen hat. Ich bin überzeugt, dass viele Trainer – gerade in den letzten Jahren – lieber gegen ein Portugal mit Ronaldo gespielt haben als gegen eines ohne ihn. Der Fixpunkt im Spiel kann auch zu einer Starre und Unbeweglichkeit führen. Wenn dann Ronaldo seinen magischen Moment hatte, waren diese Überlegungen wieder Makulatur. Dabei geht vergessen, dass ein Spiel, in welchem sich die Varianten im Angriff auf viele Köpfe verteilen, auch andere Lösungen aufzeigen kann.

Es ist faszinierend, wie Portugal nicht aufgehört hat, ständig neue Spieler mit Weltklasseformat hervorzubringen. Vielleicht kommt gerade jetzt die Zeit, in der wir das alle vorgezeigt bekommen werden.

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