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gewinnen und verlieren

Die Oilers wollen sich Mike Babcock aussetzen

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Wie die Edmonton Oilers in ihrer Not auf einen Schleifer hoffen. Der umstrittene, in seiner Vergangenheit aber sehr erfolgreiche Mike Babcock soll bei Edmonton notfalls auch wüten, Hauptsache, es wirkt.

Neue Saison, neues Pech oder endlich Glück?

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch beginnt für die Edmonton Oilers die neue NHL-Saison mit der Partie gegen die Vancouver Canucks. Sechs kanadische Teams gibt es in der nordamerikanischen Profi-Eishockey-Liga, der unbestreitbar besten Liga der Welt. Das Siegerteam kommt seit quälend langer Zeit jedes Jahr aus den USA, was für die eishockeyverrückten Kanadier eine höchst schmerzliche Tatsache ist. Dabei spielt bei den Oilers das unbestritten kongenialste Duo zusammen. Der Kanadier Connor McDavid und der Deutsche Leon Draisaitl weisen regelmässig geradezu irrwitzige Skorerstatitstiken auf – und doch gelang es bisher nie, das Team so auszutarieren, dass es, angefangen beim Torhüter, defensiv stabil genug war, um ganz ans Ziel zu kommen. In den letzten drei Jahren haben die Oilers zweimal erst im Final verloren. Und so stehen die Zwei auch in ihrer fortgeschrittenen Karrierezeit noch immer ohne Stanley-Cup-Sieg da.

Zwei Superstars auf der Suche nach dem Superteam

Was bringst du diesen Künstern bei, die augenscheinlich so Vieles besser können als alle andern? Wie als Coach neben solchen Grössen bestehen – und sie womöglich auch kritisieren, indem man sich z.B. die Frage stellt, wie es mit mehr als 120 Skorerpunkten pro Saison und Spieler sein kann, dass die Plus-Minus-Werte höchst durchschnittlich bleiben?

Allen und jedem Beine machen

Nun, in Edmonton ist der Leidensdruck so gross geworden, dass sie sich zu einem bemerkenswerten Schritt entschieden haben. Sie haben als Trainer Mike Babcock verpflichtet. Das ist einer, der für Viele komplett aus der Zeit gefallen ist, der mit höchst umstrittenen Methoden manch verbrannte Erde hinterlassen und es geschafft hat, dass er 2023 von den Blue Jackets nach zwei Monaten wieder entlassen wurde, bevor er mit der Mannschaft auch nur einen einzigen Ernstkampf bestritten hatte. So datieren die letzten Ernstkämpfe eines Eishockeyteams unter Babcock von 2018.

Der 63jährige Kanadier ist als unmenschlicher Schleifer verschrien, und als bekannt wurde, dass sich Edmonton mit der Möglichkeit beschäftigt, Babcock als Trainer zu holen, verlangte die Spielergewerkschaft NHLPA eine Untersuchung von Babcocks Vergangenheit…

Nun also geht es los. Babcock ist übrigens der einzige Coach, der in seiner langen Karriere Olympia, die Weltmeisterschaft und den Stanley-Cup schon gewonnen hat. Ob er seine Erfolgsrezepte in die Gegenwart übersetzen kann, wird auch von den Führungsspielern abhängen, und da ist es bemerkenswert, dass die Stars sich ausdrücklich eine solche Figur wünschen: Draisaitl auf jeden Fall hat verlauten lassen, dass es einen Mann brauche, der JEDEM schonungslos seine Mänge aufzeige, und das ungeachtet der Person – womit er sich und die Nr. 97 explizit mit eingeschlossen hat. Das kann turbulent, aber auch spannend werden.

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